Am 30. April 2004 war es so weit. 
Mit der EU-Erweiterung um die östlichen Nachbarländer wurde in Österreich die Zollwache aufgelöst. Die rund 2000 verbliebenen Beamten wurden der Grenzgendarmerie und der Finanzverwaltung zugeteilt. Der älteste Wachkörper Österreichs hat aufgehört zu existieren. Gerade im Mühlviertel hatte die Zollwache für Tradition und Sicherheit gestanden. Von der Grenze zu Bayern waren die Beamten schon 1995 abgezogen worden, an der Grenze zu Tschechien war die Zollwache bis zuletzt sehr erfolgreich im Einsatz. Nun gibt es die Zollwache nur mehr in Museen. Zur Erinnerung an die vielen ehemaligen Zollwacheabteilungen an der Grenze, wie Unterwald, Sandl, Mairspindt, Leopoldschlag, Wullowitz, Deutsch Hörschlag, später Rainbach im Mühlkreis, Summerau, Stiftung, Weigetschlag usw., wurde im Sommer 2007 von Bediensteten der ehemaligen Zollwache am Grenzübergang Hammern (Gemeinde Leopoldschlag) eine ehemalige Zollwache-Schutzhütte, wie sie im Streifendienst verwendet wurde, aufgestellt und renoviert.
In dieser Schutzhütte der ehemaligen Zollwachabteilung Rainbach im Mühlkreis werden im kleinen Rahmen die Aufgaben und Tätigkeiten der Zollwache mit historischen Gegenständen, Schriften, Bildern, Fotos und Uniformen dargestellt und präsentiert. Sie soll als Zeitzeuge auch in Zukunft an die erbrachten Leistungen der Zollwachebeamten im Grenzgebiet zu Tschechien erinnern.
Diese Zollwacheschutzhütte ist öffentlich zugänglich und kann jederzeit besichtigt werden. Schlüssel hiefür befinden sich auf den Gemeindeämtern, Leopoldschlag, Rainbach im Mühlkreis und Windhaag bei Freistadt und bei der Grundbesitzerin Martina Greul, die direkt neben der Schutzhütte wohnt, sowie auf der Grenzpolizeiinspektion Leopoldschlag. Für die finanzielle Unterstützung dieses Projektes konnte der Verband der Zollwachebeamten Oberösterreichs und einige private Sponsoren gefunden werden.
Die materiellen und handwerklichen Arbeitsleistungen wurden durch die pensionierten Zollwachekollegen Herman Schöllhammer, Michael Rudelsdorfer sowie deren Freund Johann Lengauer und den Grundbesitzern Martina und Alois Greul in ca. 60 Arbeitsstunden unentgeltlich durchgeführt. Die Gestaltung des Innenraumes und Präsentation wurde von Walter Pils und Wilhelm Steininger durchgeführt.
Es befinden sich ausschließlich Kopien in dieser Schutzhütte. Die Originale können im Zoll- und Zollwachemuseum in Linz besichtigt werden.
zum Lageplanfür Zollwacheschutzhütte Hammern